Bundestagsbesuch bei Agrarprodukte Dambeck / Gespräch über aktuelle Lage in der Landwirtschaft

Lutz Franke (v.l.), Dr. Marcus Faber, Philipp Fölsch und Annegret Jacobs trafen sich vergangene Woche zum Gespräch in Dambeck. Foto: L. Zahn ALTMARKZEITUNG

Lydia Zahn ALTMARKZEITUNG Dambeck – „Wenn wir nicht über Corona nachdenken müssten, dann über das Wetter“, erklärte Annegret Jacobs vom Bauernverband zum ausbleibenden Regen. Der altmärkische FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Marcus Faber war mit seinem Wahlkreismitarbeiter Sören Kohse und dem FDP-Kreisvorsitzenden, Lutz Franke, jüngst nach Dambeck zum Betrieb Agrarprodukte Dambeck gekommen, um mit Geschäftsführer Philipp Fölsch und eben Annegret Jacobs über die aktuelle Lage in der Landwirtschaft zu sprechen.

Der Agrarbetrieb baut unter anderem Rüben, Kartoffeln, Mais, Getreide und eben auch Spargel an. In Zeiten von Corona fallen in ganz Deutschland die Saisonarbeiter aus. Für Philipp Fölsch stellt das ein nicht allzu großes Problem da. Mit 22 Mitarbeitern und vier Auszubildenden könne er den Verlust der ausfallenden Saisonarbeiter gut ausgleichen. Ein weiterer Vorteil sei, dass der Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende Fölsch nur wenige Erntehelfer beschäftige. Ein Teil der Leute stehe ihm sogar jetzt noch zur Verfügung.

Was jedoch ein Problem für ihn und Annegret Jacobs darstelle, seien die „Natura 2000“-Schutzgebiete. Sie sind länderübergreifend zum Schutz gefährdeter und wild lebender heimischer Pflanzen- und Tierarten eingerichtet worden. Wenn also ein Gebiet zu einem „Natura 2000“-Areal erklärt wird, können die Landwirte den Boden nicht mehr wie vorher bewirtschaften. Philipp Fölsch wünscht sich, dass er dafür Flächen an anderer Stelle bekommen würde. Auch für die Grundeigentümer der Felder sei der Schaden hoch, da die Pachtgebühren sinken. Dr. Marcus Faber kenne das Problem, sagte er.

Die größte Angst habe Annegret Jacobs aber vor Ausfällen der Zulieferbetriebe durch Corona. Noch sei es aber nicht eingetreten. lz