Dramatische Lage im Gotteshaus: Kirchengemeinde bittet Bundestagsabgeordneten um Hilfe

Mitglieder der Dambecker Kirchengemeinde präsentierten ihr Gotteshaus. Thema: Welche Sanierungen sind erledigt und welche müssten noch folgen. FOTO Altmarkzeitung

Quelle: Altmarkzeitung – Dambeck – Die Kirche in Dambeck soll weiter saniert werden. Fassade und Dachstuhl wurden für 400 000 Euro bereits auf Vordermann gebracht. Nun werden noch einmal 300 000 Euro benötigt. Für den ersten Sanierungsabschnitt konnte die Gemeinde durch Spenden knapp 300 000 Euro aufbringen. Nun erhoffen sich Pastor Andreas Henke, Kirchenälteste Roswitha Heiser und der Baupfleger des Kirchenkreises, Rainer Wellkisch, Fördergelder. Dafür wandten sich die drei an den altmärkischen FDP-Bundestagsabgeordneten Dr. Marcus Faber. Der 36-Jährige ist Mitglied im Verteidigungsausschuss.

Marcus Faber kam gestern vorbei und wurde von FDP-Kreisvorsitzenden Lutz Franke begleitet, um die Dambeker Kirche in Augenschein zu nehmen. Diese stammt aus dem zwölften Jahrhundert. Stolz präsentierte Pastor Henke den Liberalen das Bauwerk. Er berichtete ausführlich von den Renovierungsarbeiten – die Fassade wurde neu verputzt und der Dachstuhl repariert.

Nun sollen mit Fördermitteln die Arbeiten im Inneren der Kirche fortgesetzt werden. Baupfleger Rainer Wellkisch schilderte Dr. Faber die Problematik. So sei momentan kein Gottesdienst möglich. Abblätternde Farbe, her-unterfallender Putz und Holzwürmer sind nicht die einzigen Baustellen. „Die Schäden sind von außen nach innen gedrungen. Die Decke fällt uns auf den Kopf“, verdeutlichte Fachmann Wellkisch.

Zurzeit verzeichnet die Gemeinde 35 Kirchenmitglieder und für diese soll das Gotteshaus „moderner und zeitgemäßer“, wie Wellkisch betonte, werden. Die Dambecker wollten dem Bundestagsabgeordneten auf die Besonderheiten ihrer Kirche hinweisen. „Wir haben hier eine Bronzeglocke aus dem 12. bzw. 13 Jahrhundert vom Kloster Dambeck“, erzählte Pastor Andreas Henke. Diese besitzt zudem noch lesbare Inschriften.

Faber war beeindruckt und hakte nach, was mit den Fördermitteln genau passieren soll. „Die Wandgemälde sollen auf jeden Fall gesichert werden, damit sie wieder erkennbar werden“, klärte Rainer Wellkisch auf. Das sei eines der größeren Projekte neben den kleineren Sachen wie Putz und Wandfarbe. Ein Jahr plant Baupfleger Wellkisch für die Arbeiten ein.

Nach dem Rundgang durch die Kirche erklärte Faber, dass nicht er die Entscheidung treffen würde, er schriebe nur eine Empfehlung. Nun hofft die Gemeinde, dass die Dambecker Kirche in der Prioritätenliste möglichst weit oben stehen wird. lz